Mussolinis privatestes Staatsgeheimnis

von macchiato

Das Schicksal der Trentinerin Ida Dalser, der ersten Frau des Faschismus-Erfinders Benito Mussolini und seines ersten Sohnes Benito Albino Mussolini wurde bis vor ein paar Jahren totgeschwiegen. Inzwischen dokumentieren vier Bücher, zwei Filme und ein Theaterstück, wie lästig diese beiden ihm so nahe stehenden, unbeugsamen Charaktere seiner „Duce“-Karriere mit der Zeit wurden, und wie grausam er mit ihnen umging: sein Regime ließ sie für „gefährlich verrückt“ erklären, in verschiedene Irrenhäuser stecken und dort langsam zu Grunde gehen – ohne dass Mutter und Sohn und deren Verwandte voneinander hören bzw einander wiedersehen durften.

Ein packendes Lehrstück und Diskussionsanstoß für die alltägliche Unfreiheit, Doppelmoral, Gefühlskälte und Feigheit – sogar gegenüber den engsten Angehörigen, und selbst über ihren Tod hinaus- unter Diktatoren und ihren Steigbügelhaltern. Meiner Erfahrung nach eignet sich so etwas, mit passenden Video-, Ton- und Textausschnitten, Gruppenspielen und Diskussionen  mehr als vieles andere für eine zeitgemäße politische Bildung in Schulen, Medien und Weiterbildungseinrichtungen:

Eine politische Bildung, die die Menschen von heute zum Einstieg auch in ihren Emotionen anspricht, und ihnen nicht mehr nur mit der Staatsbürgerkunde von vorgestern jede Freude an der demokratischen Verantwortung austreibt.   


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