Literaturhinweis auf Sammelbände

Die folgenden fünf Sammelbände, die alle in den letzten zehn Jahren erschienen sind, vermitteln vielfältige Ein- und Überblicke sowie erschöpfende Literaturhinweise zur vergleichenden englischsprachigen Faschismusforschung:

  • Iordachi, Constantin(ed.): Comparative Fascist Studies. New Perspectives, Routledge,  Abingdon 2010:  Dieser aktuellste Sammelband zum Thema enthält nach einer umfassenden Einführung des Herausgebers 14 der wichtigsten Texte zur vergleichenden Faschismusforschung, einschließlich Kurzporträts der Autoren: Z.Sternhell, G.Mosse, St.Payne, R.Griffin, R. Eatwell, R.Paxton, M.Mann, A.Kallis, I.Kershaw, E.Gentile und R. Steigmann-Gall  
  • Kallis, Aristotle (ed.): The Fascism Reader (Routledge Readers in History Series), Taylor & Francis, London/New York 2003: ein in acht Themenkreise gegliedertes Lesebuch mit insgesamt 48 Beiträgen namhafter Faschismushistoriker und -theoretiker, von Gilbert Allardyce über   „Generic fascism – an ‚illusion‘? bis Adrian Lyttelton über ‚The March on Rome‘ – fascist triumph or capitulation of the liberal system?“ 
  • Bosworth, Richard J. (ed.): The Oxford Handbook of Fascism, Oxford University Press, Oxford 2009: hier beschäftigen sich zwei Dutzend Autoren vor allem mit dem italienischen Faschismus und seiner ideologischen Vorgeschichte, aber auch mit Vergleichsmöglichkeiten (ohne dem deutschen Nationalsoziasmus viel Platz einzuräumen) und mit weiteren zehn Ländern, wo der Faschismus nur vorübergehend oder gar nicht an die Macht kam.  
  • Campi, Alessandro (a cura di): Che cos’è il fascismo? Interpretazioni e prospettive di ricerca, ed. Ideazione, Rom 2003: Endlich auch auf italienisch: ein Sammelband, der die in der englischsprachigen Welt kursierenden Faschismustheorien von Autoren wie Griffin, Larsen, Paxton, Eatwell, Gregor, Costa Pinto und anderen verdienstvollerweise auch einmal der italienischsprachigen Öffentlichkeit zur Kenntnis bringt.
  • Lob, Werner (Schrftltg.): Erwägen Wissen Ethik (EWE). Jg.15/2004, Heft 3, Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2004:  Dieses anspruchsvolle „Streitforum für Erwägungskultur“ ist besonders den Freunden von offenen bis hitzigen Grundsatz- und Fachdiskussionen zu empfehlen: 23 Wissenschaftler setzen sich auf Deutsch und Englisch mit Roger Griffins Hauptartikel zum aktuellen Kern des „generischen Faschismus“ und dann wieder mit seiner Replik auseinander, bevor er noch einmal zu Wort kommt und seine Position korrigiert.  
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